Ein zweites Geburtshaus für Hannover!

In Hannover befindet sich ein zweites Geburtshaus in Gründung: Geburtshaus & Hebammerei Herrenhausen. Dort haben sich mehrere Hebammen zusammengeschlossen und können inzwischen schon Kurse zur Geburtsvorbereitung und zur Rückbildung anbieten. Damit dort auch Kinder geboren werden können, bedarf es der Geburtszimmer – diese müssen jedoch noch renoviert und teilweise saniert werden.

Um diese notwendigen Arbeiten finanzieren zu können, haben die Gründerinnen auf startnext.de eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Und wir möchten euch herzlich einladen, diese zu unterstützen! Geburtshäuser sind ein wichtiger Baustein für eine qualitätsvolle und verlässliche Geburtshilfe.

Beschwer dich – damit sich was bewegt!

Du hast keine Hebamme für Schwangerenvorsorge oder Wochenbettbetreuung gefunden? Du hattest nicht die Möglichkeit dein Kind im Geburtshaus oder zuhause zur Welt zu bringen? Du konntest nicht im Krankenhaus deiner Wahl entbinden? Du hattest während der Geburt nicht die Betreuung, die du gebraucht hättest? Dann wird es Zeit, dass auch diejenigen davon erfahren, die die Möglichkeit haben, die Situation der Geburtshilfe in Hannover zu verbessern.

Wir haben eine Musterbeschwerde an den Präsidenten der Region Hannover erarbeitet, die es dir ganz einfach ermöglicht, deine Beschwerde bezüglich der Situation der Geburtshilfe in der Region Hannover zu äußern.

Einfach ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und losschicken – für eine qualitätsvolle und verlässliche Geburtshilfe in der Region Hannover.

Einladung zum offenen Treffen am 4.11.2016 um 16.30 Uhr

Wir freuen uns über die zahlreichen Unterschriften und die breite Zustimmung für unsere Initiative „Selbstbestimmt Kinder kriegen“. Wir sind überwältigt! Das ist ein deutliches Signal an die Verantwortlichen in der Geburtshilfe in der Region, dass sich dringend etwas ändern muss.

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass sich die Situation eher noch verschlimmert als verbessert. Das hat auch zu einer großen Resonanz für unsere Forderungen, u.a. auch in der Presse, geführt.

Das motiviert uns. Wir wollen weiter machen und den Druck erhöhen. Und dafür brauchen wir Euch!

Auf einem gemeinsamen offenen Treffen wollen wir unsere Forderungen konkretisieren. Wie stellen wir uns eine verlässliche und selbstbestimmte Geburtshilfe in der Region Hannover genau vor? Und wir wollen über unsere Strategie und Öffentlichkeitsarbeit sprechen. Was wollen wir verbessern? Wie erreichen wir noch mehr Menschen? Wie schaffen wir es, dass unsere Forderungen umgesetzt werden?

Dazu laden wir euch sehr herzlich ein

am 4.11., um 16.30 Uhr ins Freizeitheim Linden ( Windheimstraße 4, 30451 Hannover, Raum U11)

ein. Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich kommt. Gerne auch mit Kindern und Freund*innen, die noch nicht unterschrieben haben. Zusätzlich freuen wir uns natürlich, wenn ihr dabei helft unseren Appell weiter zu verbreiten und zu teilen.

Hebammen sind der Garant für eine gute Geburt – ein Tausch der Teams führt nur zu Unsicherheiten (Presseerklärung vom 7.9.2016)

Seit dem 21.8.2016 haben sich mehr als 400 (zukünftige) Eltern unter dem Aufruf „Selbstbestimmt Kinderkriegen kinderleicht gemacht!“ versammelt, um sich für eine qualitätsvolle und verlässliche Geburtshilfe in der Region Hannover einzusetzen. Die aktuellen Entwicklungen in der Diakovere und die Berichterstattung der letzten Tage erfüllen uns zusätzlich mit Sorge.

Wir Eltern wollen

  • Selbstbestimmung durch Vielfalt: Hausgeburten, Geburtshäuser und klinische Geburtshilfe müssen gleichermaßen gestärkt werden, damit Eltern tatsächlich eine Wahl haben, wenn es um die Geburtsorte ihrer Kinder geht,
  • kurze Wege zu den geburtshilflichen Angeboten,
  • eine individuelle Betreuung: Für die 1:1-Betreuung durch eine Hebamme unter der Geburt muss ausreichend Personal zur Verfügung gestellt werden.

Es kann nicht sein, dass auf die offenkundig schwierige Personalsituation nicht mit Mehreinstellungen reagiert wird, sondern mit einem Tausch der Teams. Dies führt nur zu einer Verunsicherung der Hebammen und somit auch der werdenden Eltern. Wie soll eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen werden, wenn zwischen Leitung und Hebammenteam kein Vertrauen mehr vorhanden ist?